Schwerlastschränke für die schwersten Lasten
Schwerlastschränke sind die stärkste Klasse unter den Stahlschränken. Sie bestehen aus besonders dickem, verstärktem Stahlblech und tragen sehr viel Gewicht. Damit lagern Sie schweres Werkzeug, massive Teile und Material sicher, das einen normalen Schrank überfordern würde. Die Böden und Schubladen sind für hohe Einzel- und Gesamtlasten ausgelegt und biegen sich auch unter voller Last nicht durch.
Der robuste Aufbau hält auch dem harten Betrieb in Werkstatt und Produktion stand. Stöße, Schmutz und Dauerbelastung machen ihm nichts aus. Schwerlastschränke gehören zur Gruppe Schränke und Aufbewahrung. Verwandt sind die Industrieschränke und die Materialschränke für mittelschwere Lasten, die nicht ganz so viel tragen müssen.
Wofür eignen sich Schwerlastschränke?
Schwerlastschränke sind immer dann richtig, wenn das Material schwer ist und ein normaler Schrank nicht ausreicht.
- schweres Hand- und Maschinenwerkzeug
- massive Metallteile und Gussteile
- Ersatzteile und Komponenten
- Werkzeugsätze und Vorrichtungen
Die hohe Traglast erlaubt es, mehrere schwere Teile pro Boden oder Schublade zu lagern. So nutzen Sie den Schrank voll aus, ohne ihn zu überlasten. Das spart Platz, weil Sie weniger Schränke für die gleiche Menge schweres Material brauchen. In Werkstätten und Fertigungen, in denen schwere Teile zum Alltag gehören, ist das ein klarer Vorteil. Ein einziger Schwerlastschrank ersetzt oft mehrere normale Schränke und hält dabei die Ordnung an einem Ort. Weil die Böden sich auch unter voller Last nicht durchbiegen, bleibt der Inhalt sicher und der Schrank über Jahre stabil.
Traglast und Material
Schwerlastschränke sind auf maximale Tragkraft ausgelegt. Korpus, Böden und Schubladen sind verstärkt und aus dickerem Blech gefertigt.
- Traglast je Fachboden meist bis 160 kg
- Traglast je Schublade meist bis 200 kg
- Gesamtlast oft bis 1300 kg
- dickes, pulverbeschichtetes Stahlblech
- verstärkte Schubladenführungen
Diese Werte liegen deutlich über denen normaler Schränke. Die genauen Angaben stehen auf dem Belastungsschild und in der Anleitung. Halten Sie sich an die zulässige Last pro Boden und Schublade, damit der Schrank sicher bleibt. Bei einem Schwerlastschrank lohnt es sich, beim Kauf nicht am Material zu sparen. Dickeres Blech und verstärkte Führungen kosten etwas mehr, halten dafür aber deutlich länger und tragen sicher. Achten Sie auch auf hochwertige Schubladenführungen, denn sie tragen die volle Last bei jedem Auszug.
Fachböden, Schubladen oder Kombination
Schwerlastschränke gibt es mit verschiedener Inneneinteilung. Je nach Material wählen Sie Böden, Schubladen oder eine Mischung aus beidem.
- Fachböden für schwere Großteile
- Schubladen für schweres Werkzeug
- Kombination aus Böden und Schubladen
- Trennstege für saubere Ordnung
Eine Variante mit Schubladen wie beim Schubladenschrank ist ideal für schweres Werkzeug, weil Sie jede Schublade voll ausziehen und alles erreichen. Eine Kombination deckt schwere Großteile und schweres Werkzeug in einem Schrank ab.
Worauf Sie bei der Sicherheit achten sollten
Bei hohen Lasten ist die Standsicherheit entscheidend. Lagern Sie schwere Teile immer unten. So bleibt der Schwerpunkt tief und der Schrank kippt nicht. Verteilen Sie das Gewicht gleichmäßig und überschreiten Sie nie die zulässige Last pro Boden.
Ziehen Sie nicht mehrere voll beladene Schubladen gleichzeitig heraus. Sichern Sie den Schrank an der Wand gegen Kippen und stellen Sie ihn auf einen tragfähigen, ebenen Boden. Bei voller Gesamtlast muss der Untergrund das Gewicht sicher aufnehmen. Schwerlastschränke sind abschließbar. Passendes Schrankzubehör ergänzt die Einteilung.
Die Vorteile auf einen Blick
- Fachböden tragen meist bis 160 kg
- Schubladen tragen meist bis 200 kg
- Gesamtlast oft bis 1300 kg
- dickes, verstärktes Stahlblech
- als Fachboden- oder Schubladenschrank erhältlich
- abschließbar und kippsicher zu montieren
Für mittelschweres Material reichen die Industrieschränke oder die Materialschränke.
Last richtig einschätzen
Bevor Sie einen Schwerlastschrank beladen, sollten Sie das Gewicht Ihres Materials kennen. Schätzen Sie nicht, sondern wiegen Sie im Zweifel nach. Massive Metallteile und Gussteile bringen schnell mehr auf die Waage, als man vermutet. Rechnen Sie das Gewicht pro Boden und pro Schublade aus und vergleichen Sie es mit den Werten auf dem Belastungsschild. Bleiben Sie unter der zulässigen Last, dann hält der Schrank über Jahre. Wird ein Boden überladen, kann er sich durchbiegen oder ausreißen. Verteilen Sie das Gewicht gleichmäßig und lagern Sie die schwersten Teile ganz unten. Achten Sie auch auf den Untergrund: Bei voller Gesamtlast muss der Hallenboden das Gewicht tragen. Im Zweifel hilft eine kurze Prüfung der Bodentragfähigkeit. Welcher Schrank zu Ihrer Last passt, klären wir gern gemeinsam mit Ihnen.