Winkelprofile als Eckprofile für Steckregale
Winkelprofile sind die senkrechten Eckprofile, an denen ein Steckregal hängt. Sie bilden die vier Ecken eines Feldes und nehmen die Fachböden auf. Ohne Profile steht kein Steckregal. Bei den Schulte-Stecksystemen werden Winkelprofile als Set geliefert, meist 2 Unterprofile und 2 Oberprofile pro Feld. So lassen sich Regale erweitern oder ein altes Profil ersetzen.
Die Profile gibt es in mehreren Höhen, zum Beispiel 1800 mm oder 2300 mm. Der Querschnitt liegt rund um 35 x 35 mm. Die Oberfläche ist verzinkt und damit gegen Rost geschützt. Winkelprofile gehören zum Steckregal-Zubehör und passen zum klassischen Steckregal. Wer ein komplettes Regal sucht, findet die passende Bauform unter Fachbodenregale.
Wofür eignen sich Winkelprofile?
Winkelprofile brauchen Sie immer dann, wenn Sie ein Steckregal aufbauen, verlängern oder reparieren wollen.
- Ersatz für ein verbogenes oder beschädigtes Eckprofil
- Aufbau eines neuen Grund- oder Anbauregals
- Erhöhung eines bestehenden Regals durch längere Profile
- Anpassung der Regalhöhe an niedrige oder hohe Räume
Die Profile sind gelocht. In diese Lochung stecken Sie die Böden ein und versetzen sie später in 25-mm-Schritten. So passen Sie die Fachhöhen genau an Ihr Lagergut an. Ein Schraubendreher ist nicht nötig, gesteckt wird von Hand mit einem Gummihammer.
Gerade beim Aufstocken oder Reparieren eines Regals sind Winkelprofile praktisch. Sie kaufen nur das nach, was Sie brauchen, statt ein ganzes Regal zu ersetzen. Ein verbogenes Profil tauschen Sie einzeln aus, und ein bestehendes Regal verlängern Sie um ein Anbaufeld, das sich einen Ständer mit dem Nachbarfeld teilt. Das spart Material und Geld. Achten Sie nur darauf, dass die neuen Profile aus der gleichen Baureihe stammen, damit Lochbild und Tiefe zusammenpassen.
Winkelprofil oder T-Profil?
Beim Stecksystem haben Sie die Wahl zwischen zwei Profiltypen, und die Entscheidung legt das ganze Regal fest.
- Winkelprofil: L-förmig, einfach, günstig. Gut für Regale, die an der Wand oder in einer Reihe stehen.
- T-Profil: beidseitig nutzbar, besonders stabil. Gut für freistehende und doppelseitige Regale.
Ein T-Profil trägt mehr und lässt sich von zwei Seiten beladen. Das Winkelprofil ist leichter und preiswerter, reicht aber für viele Standardregale aus. Mischen lassen sich beide Systeme nicht. Sie müssen sich vor dem Kauf für einen Typ entscheiden.
Material und Maße im Überblick
Winkelprofile sind aus Stahl gefertigt und tragen die gesamte Last des Regals ab.
- Querschnitt rund 35 x 35 mm
- Höhen je nach Modell, zum Beispiel 1800 mm und 2300 mm
- Oberfläche verzinkt, teils auch lichtgrau lackiert
- Lieferung als Set aus Ober- und Unterprofilen
Wichtig ist, dass Höhe und Tiefe der Profile zu Ihren vorhandenen Böden passen. Ein Profil aus einem fremden System passt in der Regel nicht. Prüfen Sie daher vor dem Kauf das Lochbild und die Tiefe Ihres bestehenden Regals.
Vorteile und Grenzen
Winkelprofile sind die preiswerteste Art, ein Steckregal zu tragen oder zu erweitern.
- günstiger als T-Profile
- schneller, werkzeugarmer Aufbau durch Stecktechnik
- jederzeit verlängerbar und versetzbar
- verzinkt und damit langlebig
Die Grenzen liegen in der Tragkraft und der Aufstellung. Winkelprofile sind für einseitig genutzte Regale gedacht. Wer ein doppelseitiges, frei stehendes Regal mit hoher Last plant, ist mit T-Profilen besser bedient. Auch sehr hohe Regale brauchen oft eine Wandbefestigung gegen Kippen.
Welche Höhe und Tiefe ist die richtige?
Vor dem Kauf sollten Sie zwei Maße festlegen: die Höhe der Profile und die Tiefe der Böden. Die Höhe richtet sich nach Ihrem Raum und der Menge, die Sie lagern wollen. Eine Höhe von 1800 mm reicht für den Griffbereich ohne Leiter. Eine Höhe von 2300 mm bringt mehr Ebenen, braucht aber oft eine Wandbefestigung und eine Leiter für die oberen Fächer.
Die Tiefe entscheidet, wie groß das Lagergut sein darf. Tiefe Böden fassen mehr, ragen aber weiter in den Gang. Achten Sie darauf, dass die Winkelprofile genau zur Tiefe Ihrer Böden passen. Schon kleine Abweichungen führen dazu, dass die Böden nicht sauber sitzen. Im Zweifel messen Sie ein vorhandenes Feld nach oder fragen vor dem Kauf nach den genauen Maßen Ihrer Baureihe.
Sicher aufbauen und richtig prüfen
Ein Steckregal ist nur so sicher wie sein Aufbau. Setzen Sie die Profile lotrecht und auf festen, ebenen Boden. Bei hohen Regalen ist eine Wandbefestigung Pflicht, sonst kippt das Regal nach vorne. Verteilen Sie die Last gleichmäßig und lagern Sie Schweres unten.
Gewerblich genutzte Regale müssen einmal im Jahr geprüft werden. Die zulässigen Lasten stehen auf dem Belastungsschild nach DIN EN 15635. Mehr dazu lesen Sie auf unserer Seite zur Regalprüfung. Passendes Lagerzubehör hilft Ihnen, die Böden sinnvoll einzuteilen.