Warum systematische Lagerplanung entscheidend ist
Ein gut geplantes Lager spart bis zu 30 % Wegezeiten und reduziert Suchzeiten drastisch. Trotzdem planen viele Betriebe ihr Lager nach Gefühl statt nach System. Die Folge: verschenkte Fläche, unübersichtliche Bestände und höhere Personalkosten. Mit einer strukturierten Vorgehensweise vermeiden Sie diese Fehler.
Schritt 1: Lagergut analysieren
Bevor Sie ein einziges Regal bestellen, beantworten Sie diese Fragen:
- Abmessungen und Gewicht – Welche Gebündegrößen lagern Sie? Kartons, Paletten, Langgut?
- Umschlagshäufigkeit – Welche Artikel werden täglich gegriffen, welche nur monatlich?
- Gefahrstoffe – Gibt es Anforderungen an Auffangwannen oder Brandschutz?
- Saisonalität – Schwankt Ihr Lagerbestand saisonal? Planen Sie Reservekapazität ein.
Schritt 2: ABC-Analyse und Zonierung
Teilen Sie Ihr Sortiment nach der ABC-Analyse auf:
- A-Artikel (hohe Umschlagshäufigkeit) – nahe am Warenausgang, ergonomische Greifhöhe
- B-Artikel (mittlere Umschlagshäufigkeit) – mittlerer Lagerbereich
- C-Artikel (geringe Umschlagshäufigkeit) – weiter hinten, höhere Regalebenen
Diese Zonierung minimiert Laufwege und beschleunigt die Kommissionierung erheblich.
Schritt 3: Fläche und Höhe optimal nutzen
Die verfügbare Hallenhöhe ist Ihr wertvollstes Gut. Prüfen Sie:
- Regalhöhe: Wie hoch können Regale bei Ihrer Deckenhöhe und Beleuchtung sein?
- Gangbreiten: Mindestens 800 mm für Fußgänger, 2.700–3.500 mm für Stapler
- Bodentragfähigkeit: Besonders bei Schwerlast- und Palettenregalen prüfen
Schritt 4: Regalsysteme und Transportwege abstimmen
Regale und Transportgeräte müssen zusammenpassen. Wer Palettenregale einplant, braucht Gabelstapler-taugliche Gänge. Wer auf manuelle Kommissionierung setzt, profitiert von Fachbodenregalen mit Kommissionierwagen.
Tipp: Planen Sie den Warenfluss als Einbahnstraße – vom Wareneingang über die Lagerung zur Kommissionierung und zum Versand. Das vermeidet Kreuzungsverkehr und senkt die Unfallgefahr.
Checkliste: 15 Punkte für die Lagerplanung
- Lagergut nach Größe, Gewicht und Typ kategorisieren
- ABC-Analyse der Umschlagshäufigkeit durchführen
- Lagerfläche vermessen (Grundfläche + Höhe)
- Bodentragfähigkeit prüfen lassen
- Gangbreiten nach Transportmittel festlegen
- Zonen definieren (Wareneingang, Lager, Kommissionierung, Versand)
- Regaltypen je Zone wählen
- Transportgeräte und Flörderzeuge einplanen
- Beleuchtung und Beschilderung berücksichtigen
- Anfahrschutz und Sicherheitseinrichtungen planen
- Brandschutzauflagen prüfen (Flucht- und Rettungswege)
- Auffangwannen für Gefahrstoffe berücksichtigen
- Erweiterungsmöglichkeiten vorplanen
- Regalprüfung nach DIN EN 15635 einplanen
- Budget inkl. Montage und Zubehör kalkulieren
Fazit
Gute Lagerplanung zahlt sich täglich aus – durch kürzere Wege, weniger Fehler und bessere Flächennutzung. Nehmen Sie sich die Zeit für eine strukturierte Analyse, bevor Sie investieren. Bei Kreckler.Shop finden Sie alle Komponenten – vom Fachbodenregal über Transportwagen bis zum Lagerzubehör – aus einer Hand.