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Schwerlastregale: Tragfähigkeit berechnen und sicher betreiben

Schwerlastregale: Tragfähigkeit berechnen und sicher betreiben

Feldlast, Fachlast, Punktlast – wir erklären die Tragfähigkeitsangaben bei Schwerlastregalen und welche Normen Sie kennen müssen.

Kreckler GmbH
05. Mai 2026
8 Min. Lesezeit

Was sind Schwerlastregale?

Als Schwerlastregale gelten Regalsysteme mit Fachlasten über 300 kg pro Ebene. Sie kommen überall dort zum Einsatz, wo schwere Einzelteile, Werkzeuge, Gießformen oder Maschinenkomponenten gelagert werden müssen – ohne Palette, direkt auf dem Fachboden.

Tragfähigkeit verstehen: Drei wichtige Begriffe

Fachlast

Die Fachlast gibt an, wie viel Gewicht ein einzelner Fachboden tragen darf. Bei SCHULTE Schwerlastregalen liegt sie je nach Modell zwischen 300 und 1.000 kg. Entscheidend ist die gleichmäßige Verteilung der Last über die gesamte Fläche.

Feldlast

Die Feldlast ist die maximale Gesamtlast eines Regalfelds – also die Summe aller Fachlasten plus Eigengewicht der Böden. Sie darf die angegebene Feldlast niemals überschreiten, auch wenn einzelne Fachböden noch Reserven haben.

Punktlast

Schwere Einzelstücke erzeugen Punktlasten, die den Fachboden lokal stärker belasten. Faustregel: Eine Punktlast sollte maximal 25 % der Fachlast betragen. Bei höheren Einzellasten sind Lastverteilungsplatten empfehlenswert.

Normen und Vorschriften

Für den sicheren Betrieb von Schwerlastregalen gelten mehrere Regelwerke:

  • DIN EN 15512 – Bemessung und Berechnung von ortsfesten Regalsystemen aus Stahl
  • DIN EN 15635 – Anwendung und Wartung von Lagereinrichtungen (Regalprüfung)
  • DGUV Regel 108-007 – Lagereinrichtungen und -geräte (Unfallverhütung)
  • BetrSichV – Betriebssicherheitsverordnung (Prüfpflichten)

Wichtig: Regelmäßige Regalprüfungen durch eine befähigte Person sind gesetzlich vorgeschrieben – mindestens einmal jährlich gemäß DGUV Regel 108-007.

Häufige Fehler bei Schwerlastregalen

  1. Überladung – Die Fachlast wird überschritten, oft weil Tragfähigkeitsschilder fehlen oder unleserlich sind
  2. Fehlender Anfahrschutz – Eckständer ohne Rammschutz werden regelmäßig von Gabelstaplern beschädigt
  3. Einseitige Belastung – Nur ein Fach voll beladen, die anderen leer – das führt zu Instabilität
  4. Fehlende Aussteifung – Ohne Rückwandverbände oder Kreuzstreben fehlt dem Regal die nötige Stabilität
  5. Unterlassene Prüfung – Beschädigte Regalständer oder verbogene Traversen werden nicht gemeldet

SCHULTE Schwerlastregale: Sicherheit ab Werk

SCHULTE Schwerlastregale sind TÜV/GS-geprüft und werden in Deutschland gefertigt. Die Systeme bieten:

  • Fachlasten bis 1.000 kg
  • Integrierte Sicherheitssplinte gegen versehentliches Ausheben
  • Umfangreiches Zubehör: Anfahrschutz, Rückwände, Stützenschutz
  • Kompatibilität mit dem gesamten SCHULTE-Regalprogramm

Fazit

Schwerlastregale sind kein Standardregal – sie erfordern sorgfältige Planung, korrekte Tragfähigkeitsberechnung und regelmäßige Inspektion. Investieren Sie in geprüfte Qualität und halten Sie die Normen ein – das schützt Ihre Mitarbeiter und Ihr Lagergut.