Ladungssicherung für sicheren Transport
Ladungssicherung sorgt dafür, dass die Last beim Transport nicht verrutscht, umkippt oder herunterfällt. Schon beim Bremsen oder in der Kurve wirken große Kräfte. Ohne Sicherung wird aus einer Palette ein gefährliches Geschoss. Mit den richtigen Gurten, Netzen und Matten bleibt alles an seinem Platz. Das schützt Menschen, Ware und Fahrzeug.
Im Shop finden Sie Zurrgurte, Spanngurte mit Ratsche, Ladungsnetze und Antirutschmatten. Die Ladungssicherung ist Teil der Transportgeräte. Eng verwandt ist die Hebetechnik, die die Last erst anhebt. Für die Lagerung von Gasflaschen gibt es spezielle Gasflaschen-Sicherung. Weitere Hinweise zum sicheren Arbeiten bietet die Arbeitssicherheit.
Wofür wird Ladungssicherung gebraucht?
Ladungssicherung ist überall Pflicht, wo Lasten bewegt werden. Sie ist gesetzlich vorgeschrieben.
- Transport auf dem Lkw, Anhänger oder Transporter
- Sichern von Paletten, Maschinen und Stückgut
- Schutz vor Verrutschen beim Bremsen und in Kurven
- Sichern von Gütern auf Transportwagen im Lager
Die Grundregel: Die Last muss kraftschlüssig oder formschlüssig gesichert sein. Kraftschluss heißt, die Last wird niedergezurrt und gegen den Boden gepresst. Formschluss heißt, die Last steht eng an Wand oder Sperrstange und kann nicht rutschen.
Welche Mittel gibt es zur Ladungssicherung?
Es gibt mehrere Mittel, die oft kombiniert werden.
- Zurrgurte mit Ratsche: Das Standardmittel zum Niederzurren. Angaben wie LC und STF stehen auf dem Etikett.
- Antirutschmatten: Erhöhen die Reibung, sodass die Last weniger leicht rutscht.
- Ladungsnetze: Halten lose Kleinteile zusammen und sichern offene Ladeflächen.
- Sperrstangen: Klemmen sich zwischen die Wände und blockieren die Last formschlüssig.
Welches Mittel passt, hängt von Form und Gewicht der Last ab. Schwere, kompakte Güter werden niedergezurrt, lose Teile durch Netze gehalten.
VDI 2700 und Sicherungskräfte
Die Ladungssicherung richtet sich nach der Richtlinie VDI 2700, oft "Ladungssicherung auf Straßenfahrzeugen" genannt. Sie gibt vor, welche Kräfte gesichert werden müssen: nach vorn ein Vielfaches des Gewichts, zur Seite und nach hinten weniger.
Zurrgurte tragen eine Kennzeichnung. LC steht für die zulässige Zurrkraft, STF für die Vorspannkraft beim Niederzurren. Diese Werte müssen zur Last passen. Beschädigte Gurte mit Einschnitten oder verformten Ratschen dürfen nicht verwendet werden. Die genauen Anforderungen stehen in der Richtlinie und auf den Etiketten der Mittel.
Worauf Sie bei der Auswahl achten
Wählen Sie Zurrgurte mit ausreichender Zurrkraft für Ihre Last. Achten Sie auf das Etikett mit LC- und STF-Wert. Antirutschmatten verbessern die Sicherung deutlich, weil sie die Reibung erhöhen. Setzen Sie immer genug Sicherungsmittel ein, lieber einen Gurt mehr als zu wenig.
Prüfen Sie die Mittel vor jedem Einsatz. Gurte mit Rissen, Schnitten oder beschädigten Haken gehören aussortiert. Verteilen Sie die Last gleichmäßig und sichern Sie sie gegen Verrutschen in alle Richtungen. Lagern Sie Gurte trocken und sauber, damit das Gewebe nicht leidet. Im Zweifel hilft die VDI 2700 weiter.
Niederzurren oder Direktzurren?
Bei der Ladungssicherung gibt es zwei Grundverfahren, die sich deutlich unterscheiden. Beim Niederzurren wird der Gurt über die Last gelegt und fest gespannt. Er presst die Last gegen die Ladefläche und erhöht so die Reibung. Das Verfahren ist einfach und schnell, braucht aber eine ausreichende Vorspannkraft und am besten Antirutschmatten unter der Last.
Beim Direktzurren wird die Last mit Zurrpunkten direkt am Fahrzeug verbunden, etwa über Diagonalzurren oder Kopfschlingen. Hier hält der Gurt die Last unmittelbar fest, nicht über die Reibung. Das eignet sich für schwere, kompakte Güter wie Maschinen mit festen Anschlagpunkten. Welches Verfahren passt, hängt von Form, Gewicht und Anschlagpunkten der Last ab. Oft werden beide kombiniert. Die Details und die nötigen Sicherungskräfte stehen in der VDI 2700.
Vorteile und Grenzen der Ladungssicherung
Gute Ladungssicherung schützt zuverlässig, hat aber auch Grenzen.
- verhindert Unfälle durch verrutschte Last
- erfüllt die gesetzliche Pflicht
- schützt Ware, Fahrzeug und Menschen
- viele Mittel lassen sich kombinieren
Die Grenzen: Sicherung wirkt nur, wenn sie richtig angewendet wird. Falsch gespannte oder zu wenige Gurte geben falsche Sicherheit. Verschlissene Mittel verlieren Tragkraft. Die richtige Auswahl erfordert Wissen über Gewicht und Form der Last. Passend ergänzen lässt sich die Ladungssicherung mit Transportwagen und weiterem Lagerzubehör. Wer einmal die Grundregeln kennt und die Mittel pflegt, sichert seine Last sicher und schnell. Eine kurze Schulung der Mitarbeiter zahlt sich aus, denn falsch gesicherte Ladung ist ein häufiger Grund für Unfälle und Bußgelder. Bei der Auswahl der passenden Gurte und Netze helfen wir Ihnen gern.