Betriebs-Hilfsgeräte für das tägliche Arbeiten im Lager
Betriebs-Hilfsgeräte sind die kleinen Helfer, die im Lager und im Gefahrstoffbereich für mehr Sicherheit und weniger Mühe sorgen. Dazu zählen Geräte zum Bewegen von Fässern, Hilfen zum Abfüllen, Trichter, Pumpen, Erdungssets und Bereithaltungen für Bindemittel. Sie ergänzen die feste Lagertechnik wie Auffangwannen und Gefahrstoffregale um das, was beim eigentlichen Hantieren gebraucht wird.
Der Gedanke dahinter ist einfach. Wer schwere Gebinde von Hand hebt oder kippt, riskiert Rückenschäden und verschüttete Flüssigkeit. Ein passendes Hilfsgerät nimmt die Last ab und führt die Bewegung sicher. So bleibt die Ware im Behälter und nicht auf dem Boden.
Wofür eignen sich Betriebs-Hilfsgeräte?
Diese Geräte kommen überall dort zum Einsatz, wo Gefahrstoffe oder schwere Gebinde bewegt, umgefüllt oder bereitgestellt werden.
- Fässer und Kanister anheben, kippen und transportieren
- Flüssigkeiten sauber über Trichter und Pumpen umfüllen
- Erdung beim Umfüllen entzündbarer Flüssigkeiten herstellen
- Bindemittel und Notfallsets griffbereit halten
Gerade im Umgang mit wassergefährdenden Stoffen nach WHG zählt jede Hilfe, die das Verschütten verhindert. Für das reine Bewegen von Fässern lohnt der Blick auf das Fass-/Kanister-Handling, für ortsfeste Abfüllarbeit auf die Fassregale / Abfüllstellen.
Material und Bauarten im Überblick
Betriebs-Hilfsgeräte gibt es in verschiedenen Materialien, je nach Stoff und Einsatz.
- verzinkter Stahl für robuste, mechanisch belastete Geräte
- Edelstahl V2A für aggressive Säuren, Laugen und Lebensmittel
- Polyethylen (PE) für viele Chemikalien und leichtes Gewicht
Für entzündbare Flüssigkeiten sind ableitfähige Ausführungen wichtig, damit sich keine statische Aufladung bildet. Bei aggressiven Medien entscheidet die Beständigkeit des Materials. Im Zweifel sollten Sie die Beständigkeit immer anhand des Sicherheitsdatenblatts prüfen, statt sich auf das Aussehen zu verlassen.
Hilfsgerät oder feste Anlage: was ist sinnvoll?
Hier stellt sich oft die Frage nach dem richtigen Mittel. Ein mobiles Hilfsgerät ist günstig, flexibel und schnell zur Hand. Es eignet sich, wenn selten und an wechselnden Orten gearbeitet wird. Eine feste Abfüllstation mit Auffangwanne ist teurer und ortsgebunden, bietet aber mehr Sicherheit bei häufigem Umfüllen.
Als Faustregel gilt: Wird täglich abgefüllt, lohnt die feste Anlage. Wird nur gelegentlich ein Fass bewegt, reicht oft ein Fasskarren oder Fassroller. Viele Betriebe kombinieren beides und halten zusätzlich Bindemittel für den Notfall bereit.
Vorteile und Grenzen von Betriebs-Hilfsgeräten
Die Vorteile liegen auf der Hand. Hilfsgeräte schonen den Rücken, beschleunigen die Arbeit und senken das Risiko von Unfällen und Verschüttungen. Sie sind meist günstig, mobil und ohne Montage einsatzbereit. Viele Geräte lassen sich für mehrere Aufgaben nutzen.
Es gibt aber auch Grenzen. Ein Hilfsgerät ersetzt keine vorgeschriebene Auffangwanne und keine bauliche Schutzmaßnahme. Es ist immer nur so sicher wie seine richtige Anwendung. Falsch eingesetzt, kann ein Kipphilfsgerät sogar zur Gefahr werden. Außerdem ist die Tragkraft begrenzt, ein volles 200-Liter-Fass wiegt über 200 kg.
Pflege, Prüfung und Lebensdauer
Damit Betriebs-Hilfsgeräte lange sicher arbeiten, gehören sie regelmäßig kontrolliert. Prüfen Sie Räder, Griffe, Ketten und Spanngurte auf Verschleiß und tauschen Sie defekte Teile sofort aus. Geräte aus verzinktem Stahl halten viele Jahre, sollten aber bei Beschädigung der Schicht nachgebessert werden, damit kein Rost entsteht. Edelstahl- und PE-Geräte sind pflegeleichter und vertragen häufige Reinigung. Wichtig ist außerdem die richtige Lagerung der Hilfsgeräte selbst. Wer sie nach Gebrauch ordentlich wegstellt, verhindert Stolperfallen und schützt sie vor Schäden. Eine kurze Sichtprüfung vor jedem Einsatz lohnt sich immer. Sie kostet wenig Zeit und verhindert, dass ein gebrochener Griff oder ein loses Rad zur Gefahr wird. Bei Geräten für entzündbare Flüssigkeiten ist zusätzlich die Ableitfähigkeit regelmäßig zu kontrollieren. Notieren Sie Prüfungen am besten in einer einfachen Liste, damit nichts vergessen wird. Halten Sie zudem Ersatzteile wie Räder, Gurte und Dichtungen bereit, denn ein Gerät, das nur wegen eines kleinen Teils ausfällt, kostet im Betrieb unnötig Zeit. Lagern Sie Bindemittel und Notfallsets immer am selben festen Ort, damit im Ernstfall jeder weiß, wo sie zu finden sind. Reinigen Sie Trichter und Pumpen nach dem Umfüllen, damit keine Reste antrocknen und das nächste Medium nicht verunreinigt wird. So bleiben die Hilfsgeräte zuverlässig, sicher und über viele Jahre einsatzbereit, und Sie vermeiden teure Ausfälle und Unfälle im laufenden Betrieb.
So finden Sie das passende Gerät
Beginnen Sie mit der Frage, was bewegt oder umgefüllt werden soll, und wie schwer es ist. Danach richten sich Tragkraft, Material und Bauart. Achten Sie auf die zulässige Last und auf die Beständigkeit gegen Ihren Stoff. Ergänzend lohnen sich Bindemittel und ein Notfallset. Bei Fragen zur Auswahl hilft Ihnen unser Team gern weiter und stellt Ihnen die passende Ausstattung aus dem Bereich Sicherheit und Umwelt zusammen.