Lagerbehälter (Gefahrgut)
Lithium-Ionen-Lagerbehälter LIL in den Größen 30, 90, 220 und 340 von Bauer GmbH. Feuerverzinkte Stahlkonstruktion für die sichere Lagerung von Lithium-Ionen-Akkus und gefährlichen Stoffen.
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Ein Gefahrgut-Container ist ein geschlossener Stahlcontainer, in dem Sie Gefahrstoffe getrennt vom Gebäude lagern. Im Boden sitzt eine flüssigkeitsdichte Auffangwanne, darüber liegt ein begehbarer Gitterrost. So fangen Sie auslaufende Stoffe sicher auf und betreten den Container trotzdem trockenen Fußes. Solche Container erfüllen die Anforderungen der TRGS 510 und der GefStoffV.
Gefahrgut-Container gibt es als begehbare Variante zum Hineingehen und als kompakten Regalcontainer mit Türen an der Stirnseite. Die begehbare Bauform lässt sich oft mit Sackkarre oder Hubwagen befahren. Wer Stoffe im Kleingebinde sicher im Inneren lagern will, kombiniert den Container mit Gefahrstoffregalen und Auffangwannen.
Container sind die richtige Wahl, wenn im Gebäude kein Platz ist oder Gefahrstoffe bewusst nach draußen sollen.
Im Inneren lassen sich Fässer, Kanister und IBC unterbringen. Für das Bewegen der Gebinde im Container ist passendes Fass-/Kanister-Handling sinnvoll.
Bei der Außenlagerung spielt der Brandschutz eine zentrale Rolle. Ohne Brandschutz-Klassifizierung muss ein Container in der Regel mindestens 10 Meter Abstand zum nächsten Gebäude einhalten. Wer näher heran will oder entzündbare Stoffe lagert, greift zum F90-Brandschutzcontainer. Dieser hält dem Feuer rund 90 Minuten stand und darf näher am Gebäude stehen.
In Wasserschutzgebieten gelten strengere Regeln. Außerdem kann eine Löschwasserrückhaltung gefordert sein.
Beide Bauformen haben ihre Stärken. Der begehbare Container bietet viel Platz, lässt sich befahren und eignet sich für große Mengen und häufigen Zugriff. Der Regalcontainer ist kompakter, günstiger und reicht für kleinere Mengen, die nur von außen entnommen werden.
Als Orientierung gilt: Wer mit Hubwagen hinein muss und viel lagert, wählt begehbar. Wer nur ein paar Fässer oder Kanister sichern will, kommt mit einem Regalcontainer aus. Beide Varianten gibt es mit oder ohne F90-Brandschutz.
Der größte Vorteil ist die saubere Trennung der Gefahrstoffe vom Betriebsgebäude. Das senkt das Risiko für Mitarbeiter und Sachwerte. Container sind wetterfest, abschließbar und meist sofort einsatzbereit, ohne dass ein Lagerraum gebaut werden muss. Mit F90 erfüllen sie hohe Brandschutzanforderungen.
Die Grenzen liegen bei Platzbedarf und Kosten. Ein Container braucht eine tragfähige, ebene Fläche im Freien. Die Anschaffung ist teurer als eine einzelne Auffangwanne im Gebäude. Außerdem müssen Aufstellort, Abstände und mögliche Genehmigungen vorab geklärt werden, sonst droht später ein teurer Umbau.
Ein Gefahrgut-Container lässt sich im Inneren passend ausstatten. Neben der Auffangwanne und dem Gitterrost gibt es Regalebenen, Fassauflagen und Halterungen für IBC. So lagern Sie Fässer, Kanister und IBC geordnet und nutzen den Raum gut aus. Für aktive Lagerung mit häufigem Zugriff sorgt eine Beleuchtung, manchmal auch eine technische Lüftung, die den nach TRGS 510 nötigen Luftwechsel sicherstellt. Bei entzündbaren Flüssigkeiten ist die Lüftung besonders wichtig, damit sich keine gefährliche Atmosphäre bildet. Türen lassen sich abschließen, um unbefugten Zugriff zu verhindern. Wer den Container befahren will, achtet auf eine Rampe und einen Gitterrost mit ausreichender Flächenlast. Auch Warnkennzeichnung und Gefahrgut-Symbole gehören zur richtigen Ausstattung, damit jeder sofort erkennt, was gelagert wird. So wird der Container zu einem vollwertigen, kleinen Gefahrstofflager. Denken Sie bei der Ausstattung auch an die spätere Entnahme. Wer mit Sackkarre oder Hubwagen hineinfahren will, braucht eine flache Rampe und genug Bewegungsfläche im Inneren. Regalebenen sollten so angeordnet sein, dass schwere Gebinde unten und leichte oben stehen. Eine durchdachte Anordnung verkürzt die Wege und macht das tägliche Arbeiten sicherer. Auch ein Notfallset und Bindemittel gehören in den Container, damit eine Leckage sofort aufgenommen werden kann. Mit der richtigen inneren Ausstattung nutzen Sie den Container optimal aus und erfüllen die Anforderungen der TRGS 510 nicht nur auf dem Papier, sondern auch im täglichen Betrieb zuverlässig.
Klären Sie zuerst, welche Stoffe in welcher Menge gelagert werden, denn daraus ergeben sich Wannenvolumen und Brandschutz. Prüfen Sie den Stellplatz und die Abstände zum Gebäude. Entscheiden Sie dann zwischen begehbar und Regalcontainer. Für die genaue Auslegung und die rechtssichere Lösung im Bereich Sicherheit und Umwelt beraten wir Sie gern.
Antworten auf häufige Fragen zu Gefahrgut-Container
Das hängt von Stoff, Menge und Standort ab. In Wasserschutzgebieten und bei großen Mengen sind oft Auflagen oder Genehmigungen nötig. Klären Sie das vor der Aufstellung mit der Behörde.
F90 steht für 90 Minuten Feuerwiderstand. Ein solcher Container hält im Brandfall etwa 90 Minuten stand und darf deshalb näher am Gebäude aufgestellt werden als ein Standard-Container.
Begehbar lohnt sich bei großen Mengen und häufigem Zugriff mit Hubwagen. Ein Regalcontainer reicht für wenige Fässer oder Kanister und ist kompakter und günstiger.
Ohne Brandschutz-Klassifizierung sind in der Regel mindestens 10 Meter Abstand zum nächsten Gebäude einzuhalten. Mit F90-Container kann der Abstand kleiner ausfallen.
Ja. Beim Lagern wassergefährdender Stoffe muss eine flüssigkeitsdichte Auffangwanne vorhanden sein. Sie sollte über eine bauaufsichtliche Zulassung (DIBt) verfügen.
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