Stahlpaneel-Ebenen für hohe Last
Stahlpaneel-Ebenen verwandeln das offene Palettenregal in eine geschlossene, hoch belastbare Lagerfläche aus Stahl. Sie liegen auf den Holmen und bilden einen ebenen Boden, auf dem auch schwere und kantige Teile sicher stehen. Anders als Holz sind sie unempfindlich gegen Feuchte, Öl und Funkenflug. Damit eignen sie sich für Maschinenteile, Metall und alles, was eine robuste Unterlage braucht.
Die Paneele gehören zu unserem Palettenregal-Zubehör und passen zu den Standard-Palettenregalen. Wer schwere Flächenware oft umlagert, kombiniert sie gern mit den kräftigen Palettenregal-Holmen. Einen Gesamtüberblick bietet die Seite Palettenregale.
Wofür eignen sich Stahlpaneel-Ebenen?
Stahlpaneele sind die richtige Wahl, wenn Last, Sauberkeit oder Brandschutz zählen.
- schwere Maschinen- und Metallteile
- ölige oder feuchte Ware, die Holz ruinieren würde
- Bereiche mit Funkenflug oder Brandschutzauflagen
- Stückgut, das ohne Palette direkt auf der Fläche steht
Die Paneele verteilen die Last gleichmäßig auf die Holme und biegen sich kaum durch. Steel-Paneele werden in Längen von 1825 mm, 2700 mm und 3600 mm angeboten und tragen je nach Aufbau bis zu mehreren Tonnen pro Ebene. Der genaue Wert hängt immer von Holm und Rahmen ab.
Material und Aufbau
Ein Stahlpaneel besteht aus verzinktem oder lackiertem Stahlblech, oft gekantet für mehr Steifigkeit. Mehrere Paneele liegen nebeneinander auf den Holmen und ergeben so die volle Fachbreite.
- Standardlängen 1825, 2700 und 3600 mm
- verzinkter oder pulverbeschichteter Stahl
- gekantete Form für hohe Steifigkeit
- Auflage direkt auf den Holmen, ohne Verschraubung
Die hohe Tragkraft entsteht durch die Kantung und die durchgehende Auflage. Trotzdem gilt immer die Fachlast des Regals als Obergrenze, auch wenn das Paneel allein mehr aushielte.
Stahlpaneel oder Spanplatte?
Beide schließen die Ebene, doch die Einsatzbereiche sind verschieden.
- Das Spanplatten-Fach ist günstig und leicht, passt aber nur für trockenes, leichtes Stückgut.
- Das Stahlpaneel trägt mehr, ist feuchte- und brandbeständig und ideal für schwere oder schmutzige Ware.
Für ein trockenes Lager mit Kartons spart die Spanplatte Geld. Sobald Öl, Wasser, Funken oder hohe Punktlasten ins Spiel kommen, ist Stahl die sichere Wahl. Wer Wasser und Schmutz durchlassen will, etwa aus Brandschutzgründen, greift zu Drahtgitterauflagen statt zur geschlossenen Fläche.
Vorteile und Grenzen
Stahlpaneele sind die belastbarste geschlossene Ebene fürs Palettenregal.
- sehr hohe Tragkraft, je nach Aufbau mehrere Tonnen pro Ebene
- unempfindlich gegen Feuchte, Öl und Funkenflug
- nicht brennbar und oft brandschutztauglich
- langlebig und nachrüstbar
Grenzen liegen im Preis und im Gewicht. Stahlpaneele kosten mehr als Spanplatte und sind schwerer zu handhaben. Eine glatte, geschlossene Fläche kann zudem Wasser stauen und ist in Sprinkler-Konzepten manchmal unerwünscht. Dort sind Gitterroste vorgeschrieben. Für leichtes, trockenes Gut ist Stahl außerdem überdimensioniert und nicht wirtschaftlich.
Sicher einlegen und prüfen
Legen Sie die Paneele lückenlos und vollflächig auf die Holme, ohne Überstand. Achten Sie darauf, dass alle Paneele eines Fachs sauber aneinander liegen, damit keine Kante hochsteht. Überschreiten Sie nie die Fachlast des Regals. Geschlossene Ebenen ändern das Lastbild, deshalb gehört das Belastungsschild angepasst. Gewerbliche Regale prüft eine befähigte Person jährlich nach DIN EN 15635. Mehr dazu auf der Seite zur Regalprüfung. Weitere Ausstattung finden Sie unter Lagerzubehör.
Tipps für die Praxis
Planen Sie die Zahl der Paneele je Fach vorab. Messen Sie die Holmlänge und teilen Sie sie durch die Paneelbreite, damit die Fläche lückenlos geschlossen ist. Bleibt am Rand ein Spalt, kann kleines Gut hindurchfallen. Ein passend gewähltes Paneelmaß vermeidet das von vornherein.
Bei sehr schwerer, punktförmiger Last lohnt eine zusätzliche Auflage unter den Paneelen. So verteilt sich das Gewicht besser auf die Holme und einzelne Paneele biegen sich nicht durch. Das ist vor allem dann sinnvoll, wenn schwere Einzelteile ohne Palette direkt auf der Fläche stehen.
Mischen Sie geschlossene Stahlpaneele und offene Gitterroste bewusst nach Zone. In trockenen Lagerbereichen sind Paneele praktisch, weil nichts durchfällt. In Bereichen mit Brandschutz- oder Sprinklerauflagen sind Gitterroste oft Pflicht, weil sie Löschwasser durchlassen. Eine klare Zonierung erleichtert später auch die Prüfung.
Reinigen Sie die Paneele regelmäßig, gerade in öligen oder staubigen Bereichen. Verzinkter Stahl ist zwar robust, doch eine glatte Fläche mit Ölfilm wird rutschig. Wischen Sie verschüttete Flüssigkeit gleich auf und entfernen Sie Späne, damit nichts an der Kante hängen bleibt. Bei Lagern mit Hygieneanforderungen, etwa in der Lebensmittel- oder Pharmabranche, sind glatte Stahlflächen ein Vorteil, weil sie sich leicht abwischen lassen und keine Feuchtigkeit aufnehmen wie Holz. So bleibt die Ebene über Jahre sauber und tragfähig.