Kipper als Stapler-Anbaugerät
Ein Kipper sammelt Schüttgut an einer Stelle und entleert es gezielt durch Kippen. Der Kippbehälter wird über die Gabelzinken aufgenommen und an die Abwurfstelle gefahren. Dort kippt der Behälter nach vorne und schüttet das Material aus. So entleeren Sie Späne, Abfall oder Wertstoffe in Container, ohne von Hand umzuladen.
Kipper gehören zu den Stapler-Anbaugeräten. Sie ergänzen Schaufeln und Behälter. Verwandte fahrbare Lösungen finden Sie bei Muldenkipper und Selbstkipper.
Selbstkipper und einfache Kipper
Es gibt zwei Grundprinzipien:
- Selbstkipper: kippt automatisch aus, wenn ein Hebel oder Seilzug gelöst wird. Der Behälter klappt selbsttätig zurück.
- Mechanischer Kipper: wird über einen Seilzug vom Fahrersitz ausgelöst.
- Hydraulischer Kipper: kippt kontrolliert über die Staplerhydraulik.
Der Selbstkipper ist beliebt, weil der Fahrer nicht absteigen muss. Nach dem Entleeren stellt sich der Behälter durch das Eigengewicht wieder gerade.
Volumen und Tragkraft
Kipper decken einen weiten Bereich ab:
- Volumen von rund 150 Liter bis über 2000 Liter
- Tragkraft je nach Modell bis etwa 2500 kg
- Stahlausführung, verzinkt oder lackiert
- mechanische, Selbstkipp- oder hydraulische Auslösung
Beispiele aus der Praxis sind Kippbehälter mit 250 Liter und 750 kg Tragkraft oder größere Modelle mit über 1000 Liter. Welches Modell passt, hängt vom Material und vom Stapler ab.
Worauf bei der Sicherheit achten?
Der Kipper wird auf die Gabelzinken gesteckt und gegen Abrutschen gesichert. Beim Kippen steht niemand im Schüttbereich. Achten Sie darauf, dass der Behälter nach dem Entleeren sauber in die Ausgangslage zurückkehrt und verriegelt.
Das gefüllte Eigengewicht verlagert den Lastschwerpunkt nach vorne und senkt die Resttragfähigkeit des Staplers. Prüfen Sie das Traglastdiagramm und überladen Sie den Kipper nicht. Schweres Material gehört gleichmäßig verteilt in den Behälter, damit der Kippvorgang sicher bleibt.
Vorteile und Grenzen
Kipper sind schnell und bequem, haben aber Grenzen.
- gezieltes Entleeren ohne Handarbeit
- Selbstkipper spart das Absteigen des Fahrers
- großer Bereich von Volumen und Tragkraft
- robuste Stahlausführung
Die Grenzen: Der Kipper nimmt Material nicht selbst vom Boden auf, er muss befüllt werden. Geschlossene Behälter ohne Klappboden entleeren nur durch Kippen. Das Eigengewicht senkt die Resttragfähigkeit. Ohne Stapler ist der Kipper nicht nutzbar.
Kipper oder Behälter: was passt?
Beide sammeln Schüttgut, entleeren aber anders. Ein Kipper schüttet das Material durch Kippen nach vorne aus. Ein Behälter mit Klappboden entleert gezielt nach unten, ohne zu kippen. Geht es um schnelles Ausschütten in einen Container, ist der Kipper richtig. Soll das Material an einer genauen Stelle nach unten fallen, ist der Klappbodenbehälter besser. Zum Aufnehmen vom Boden bleibt die Schaufel die erste Wahl.
Material und Pflege
Stapler-Kipper sind aus Stahl gefertigt, verzinkt oder lackiert. Verzinkte Kipper halten Feuchtigkeit und rauem Betrieb gut stand. Achten Sie auf einen verstärkten Boden, denn schweres Schüttgut belastet ihn stark. Die Einfahrtaschen für die Gabelzinken sollten sauber verschweißt sein.
Prüfen Sie die Kippmechanik und die Verriegelung regelmäßig. Beim Selbstkipper muss der Behälter nach dem Entleeren sauber in die Ausgangslage zurückkehren und verriegeln. Beim mechanischen Kipper kontrollieren Sie den Seilzug, beim hydraulischen die Schläuche und Anschlüsse. So bleibt der Kippvorgang sicher und zuverlässig.
Wann lohnt sich ein Kipper?
Ein Kipper lohnt sich, wenn Schüttgut gesammelt und später gezielt in einen Container ausgeschüttet wird. In der Produktion landen Späne oder Verschnitt im Kipper und werden gesammelt entleert. Das spart das Umladen von Hand und beschleunigt die Arbeit.
Der Selbstkipper ist besonders bequem, weil der Fahrer zum Entleeren nicht absteigen muss. Bei nur gelegentlichem Einsatz reicht oft ein einfacher mechanischer Kipper ohne Hydraulik. Wer große Mengen bewegt, profitiert von einem höheren Volumen, muss dabei aber die Resttragfähigkeit beachten. Verwandte fahrbare Lösungen finden Sie bei den Muldenkipper und Selbstkipper. Unser Team hilft Ihnen bei der Auswahl der passenden Größe und Auslösung.
Beratung und Auswahl beim Kipper
Welcher Kipper passt, hängt vom Material, vom Volumen und von der gewünschten Auslösung ab. Der Selbstkipper ist bequem, weil der Fahrer nicht absteigen muss. Der mechanische Kipper braucht keine Hydraulik. Der hydraulische Kipper kippt am kontrolliertesten. Schweres Material gehört in einen kleineren, verstärkten Kipper mit hoher Tragkraft.
Rechnen Sie die Resttragfähigkeit Ihres Staplers mit ein, denn das gefüllte Eigengewicht verlagert den Schwerpunkt nach vorne. Soll das Material gezielt nach unten fallen statt zu kippen, ist ein Klappbodenbehälter die bessere Wahl. Verwandte fahrbare Lösungen finden Sie bei den Muldenkipper und Selbstkipper. Unser Team hilft Ihnen, die passende Größe und Auslösung auszuwählen und mit Behälter und Schaufel zu vergleichen.