Kragarmregal K 6000 für schweres Langgut
Das Kragarmregal K 6000 von Gebrüder Schulte ist die schwerste Klasse unter den Kragarmregalen. Je nach Armlänge trägt ein Arm bis zu 3.900 kg. Damit lagern Sie sehr schwere, lange Güter sicher. Das K 6000 ist die Wahl, wenn das leichte K 1000 und das mittelschwere K 3000 nicht mehr ausreichen.
Wie bei jedem Kragarmregal stehen die Arme frei nach vorne. Keine Stütze steht im Weg. So legen Sie auch schwere, sperrige Ware mit dem Stapler oder Kran von der Seite ein. Das K 6000 nutzen Stahlhandel, Metallbau und Industrie für Träger, dicke Rohre und Coils. Einen allgemeinen Überblick zur Lagerung von langem Material bietet das Langgutregal.
Wofür eignet sich das K 6000?
Die Klasse bis 3.900 kg pro Arm ist für die schwersten Lasten ausgelegt.
- Stahlträger, Doppel-T-Profile und schwere Rohre
- Coils, Bunde und gebündelte Ware
- große Platten und schwere Plattenpakete
- Langgut, das nur mit Stapler oder Kran bewegt wird
Die volle Armlast gilt bei gleichmäßiger Auflage und nimmt mit der Armlänge ab. Lange, schwere Lasten gehören immer auf mehrere Arme. Schwere Stücke nach unten, leichtere nach oben. So bleibt der Schwerpunkt tief und das Regal steht sicher.
Technik und Maße im Überblick
Das K 6000 ist deutlich kräftiger gebaut als das K 3000.
- Traglast bis 3.900 kg pro Arm, je nach Armlänge
- Armlängen rund 750 bis 2.000 mm
- Ständerwerk aus warmgewalzten IPE-Profilen, verschraubt
- Arme im 100-mm-Raster höhenverstellbar
- ein- und doppelseitige Ausführung
Die warmgewalzten IPE-Ständer machen das K 6000 besonders robust. Über die Zahl der Felder bestimmen Sie die Länge der Zeile, über die Armlänge die Tiefe. So passen Sie das Regal genau an Ihre schwere Ware an.
Einseitig oder doppelseitig aufstellen
Einseitig steht das Regal an der Wand und wird nur von vorne beladen. Das spart Fläche. Doppelseitig steht es frei im Raum und wird von beiden Seiten beladen. So nutzen Sie auf einer Stellfläche die doppelte Menge. Eine Zeile beginnt mit einem Grundregal. Jedes Anbauregal teilt sich einen Ständer mit dem Nachbarn. So lässt sich die Zeile günstig verlängern, wenn der Bedarf wächst.
Worauf Sie bei der Traglast achten sollten
Beim K 6000 wirken hohe Lasten weit vorne an den Armen. Das erzeugt ein starkes Kippmoment. Ein tragfähiger, ebener Boden und eine feste Bodenverankerung sind hier besonders wichtig. Verteilen Sie das Gewicht über mehrere Arme und lagern Sie schwere Teile unten. Bei runder Ware ist eine Abrollsicherung Pflicht. Alle zulässigen Werte stehen auf dem Belastungsschild nach DIN EN 15635. Gewerblich genutzte Regale müssen einmal im Jahr geprüft werden. Mehr dazu auf unserer Seite zur Regalprüfung.
Vorteile und Grenzen des K 6000
Das K 6000 trägt die schwersten Lasten unter den Kragarmregalen und bleibt dabei frei zugänglich. Die warmgewalzten IPE-Ständer sind sehr robust, die Arme im Raster verstellbar und das Regal als Grund- und Anbauregal erweiterbar.
Grenzen gibt es auch. Das K 6000 ist schwer, braucht einen tragfähigen Boden und eine feste Verankerung. Für leichtes oder mittleres Material ist es überdimensioniert und teurer als nötig, dann reichen K 1000 oder K 3000. Wer keine langen Güter lagert, fährt mit Schwerlastregalen oder einem Palettenregal besser. Abrollsicherungen und weiteres Zubehör finden Sie im Lagerzubehör.
Aufbau und Planung des K 6000
Das K 6000 will gut geplant sein, weil es hohe Lasten aufnimmt. Sie legen die Höhe des Ständers, die Länge und Zahl der Arme und die Länge der Zeile fest. Wichtig ist, dass der Boden die Last trägt und eben ist. Vor dem Regal brauchen Sie genug Platz, damit Stapler oder Kran die schweren, langen Güter sicher einlegen können. Eine lange Zeile entsteht aus einem Grundregal und mehreren Anbauregalen. Wegen der hohen Lasten lohnt sich vor dem Aufbau eine Beratung, damit Ständer, Arme und Verankerung genau zu Ihrer Ware passen.
Pflege und Lebensdauer
Die warmgewalzten IPE-Ständer des K 6000 sind sehr robust und halten bei richtiger Nutzung lange. Schützen Sie die Ständer mit einem Rammschutz vor Staplerschäden, denn ein angefahrener Ständer kann seine Tragkraft verlieren. Prüfen Sie die Schraubverbindungen und die Arme regelmäßig auf festen Sitz und Verformung. Schäden sollten Sie früh erkennen und beheben lassen. So bleibt das K 6000 über viele Jahre ein sicherer Platz für Ihre schwersten Lasten. Für Flächenware ohne Langgut sind dagegen Schwerlastregale die bessere Wahl.