Lastaufnahmemittel für den Stapler
Lastaufnahmemittel verbinden die Last mit dem Gabelstapler. Sie werden auf die Gabelzinken gesteckt oder an den Stapler angebaut und gegen Verrutschen gesichert. So hebt der Stapler nicht nur Paletten, sondern auch sperrige, runde oder hängende Lasten. Zu den Lastaufnahmemitteln zählen Lasthaken, Traversen, Krangabeln, Big-Bag-Aufnahmen und Greifer. Mit dem richtigen Gerät wird der Stapler zum vielseitigen Hebezeug.
Diese Geräte gehören zu unseren Stapler-Anbaugeräten. Verwandte Bauformen finden Sie bei den Traversen, den Kippgeräten und dem Zubehör für Anbaugeräte. Für das Heben mit Kran passt unsere Hebetechnik. So decken Sie viele Hebeaufgaben mit einem Fahrzeug ab.
Wofür eignen sich Lastaufnahmemittel?
Sie erweitern den Stapler über das reine Palettenheben hinaus. Immer dann, wenn die Last nicht auf eine flache Gabel passt, hilft das passende Anbaugerät.
- Lasthaken für hängende Lasten an Schäkeln oder Ketten
- Traversen für lange oder breite Lasten an zwei Punkten
- Krangabeln, um den Stapler zum Kran zu machen
- Big-Bag-Aufnahmen für Schüttgut in Säcken
Wichtig ist die Tragkraft. Jedes Lastaufnahmemittel hat eine eigene Tragfähigkeit, oft von 1000 kg bis über 10.000 kg. Diese und die Resttragfähigkeit des Staplers begrenzen das zulässige Gewicht. Überschreiten Sie keinen der beiden Werte, sonst droht ein Unfall.
Bauformen und Technik
Lastaufnahmemittel gibt es in vielen Ausführungen, abgestimmt auf die Last. Jede Bauform löst eine andere Aufgabe.
- Staplerhaken, fest oder verschiebbar, ab etwa 1000 kg Tragkraft
- Traversen mit zwei verstellbaren Haken für verteilte Lasten
- Krangabeln mit verstellbarem Ausleger und Lasthaken
- Coil- und Rohrdorne für rundes Material
Alle sicheren Modelle tragen ein Tragkraftschild und eine Kette oder einen Bolzen, der das Abrutschen von den Gabeln verhindert. Verstellbare Haken erlauben es, den Lastschwerpunkt mittig zu setzen. So hängt die Last gerade und pendelt weniger.
Lasthaken oder Traverse?
Beide nehmen hängende Lasten auf, eignen sich aber für unterschiedliche Güter. Die Wahl hängt von der Form und Länge der Last ab.
- Lasthaken: einfach und günstig, gut für kompakte Lasten an einem Punkt. Lange Lasten kippen am Einzelhaken aber leicht.
- Traverse: hängt die Last an zwei Punkten auf. Das hält lange oder breite Güter waagerecht und ruhig, kostet aber mehr und wiegt mehr.
Für kompakte Lasten reicht der Haken. Sobald die Last lang ist oder waagerecht hängen muss, ist die Traverse die sichere Wahl, weil sie die Last an zwei Punkten stützt.
Vorteile und Grenzen
Die Vorteile sind die hohe Flexibilität. Mit dem passenden Lastaufnahmemittel hebt ein Stapler fast jede Last, ohne dass ein Kran nötig ist. Die Geräte sind robust, schnell gewechselt und oft jahrzehntelang nutzbar. Das spart die Anschaffung eines eigenen Hebezeugs.
Die Grenzen setzt der Stapler. Sein Lastdiagramm begrenzt Gewicht und Schwerpunkt. Hängende Lasten pendeln und brauchen einen ruhigen, geübten Fahrer. Außerdem muss jedes Lastaufnahmemittel geprüft und sauber gekennzeichnet sein. Für sehr hohe oder weit ausladende Lasten ist ein echter Kran sicherer, weil er die Last freier bewegen kann.
Die richtige Tragkraft bestimmen
Vor dem Einsatz müssen Sie zwei Werte kennen. Erstens die Tragkraft des Lastaufnahmemittels selbst, die auf dem Tragkraftschild steht. Zweitens die Resttragfähigkeit des Staplers, die mit dem zusätzlichen Abstand des Lastschwerpunkts sinkt. Ein Lasthaken oder eine Krangabel rückt die Last weiter nach vorne, deshalb darf das Gewicht oft nicht so hoch sein wie beim reinen Palettenheben. Rechnen Sie das Eigengewicht des Anbaugeräts immer zur Last dazu. Bleiben Sie unter dem kleineren der beiden Werte, dann sind Sie auf der sicheren Seite. Bei hängenden Lasten kommt es zusätzlich auf einen ruhigen Fahrstil an, denn pendelnde Lasten belasten den Stapler stoßartig und können ihn aus dem Gleichgewicht bringen.
Sicherheit und Prüfung
Lastaufnahmemittel sind nach DGUV Regel 109-017 mindestens einmal im Jahr von einer befähigten Person zu prüfen. Kontrolliert werden Risse, Verformungen, Verschleiß und die Kennzeichnung. Achten Sie immer auf das Tragkraftschild und überschreiten Sie nie die angegebene Last. Bei Bedarf kommen besondere Prüfverfahren wie die Rissprüfung zum Einsatz.
Sichern Sie das Gerät immer formschlüssig gegen Abrutschen und setzen Sie den Schwerpunkt mittig. Ergänzen Sie die Ausstattung mit passender Ladungssicherung und weiteren Transportgeräten. Lagern Sie die Anbaugeräte trocken und gut sichtbar, damit der Fahrer schnell das richtige Mittel findet. Eine klare Beschriftung mit Tragkraft und Einsatzzweck verhindert Verwechslungen im Alltag. Bei Fragen zur richtigen Auswahl und zur passenden Tragkraft berät Sie unser Team gern.