Schrägboden-Kombibodenregale: zwei Bodenarten in einem Regal
Das Schrägboden-Kombibodenregal vereint zwei Bodenarten. Unten oder oben sitzen geneigte Schrägböden für Behälter, dazwischen waagerechte Fachböden für normale Lagerware. So nutzen Sie ein einziges Regal für zwei Aufgaben. Behälter rutschen auf den Schrägböden selbst nach vorne, große oder sperrige Teile lagern Sie auf den geraden Fachböden.
Diese Mischung ist praktisch, wenn an einem Platz beides gebraucht wird: griffbereite Kleinteile und ruhende Lagerware. Das Kombiregal ist eine Bauform der Schrägbodenregale und gehört zur Gruppe der Fachbodenregale. Die beidseitige Variante sind die Kanbanregale. Behälter dazu finden Sie unter Sichtlagerkästen. Brauchen Sie nur eine Bodenart, sparen Sie mit einem reinen Schräg- oder Fachbodenregal Geld. Das Kombiregal lohnt sich erst, wenn an einem Platz beides wirklich gebraucht wird und der Platz für zwei getrennte Regale fehlt.
Wofür eignen sich Kombibodenregale?
Das Kombiregal passt überall dort, wo ein Arbeitsplatz beide Bodenarten braucht.
- Schrägböden für oft gegriffene Kleinteile in Behältern
- Fachböden für Kartons, große Teile und Werkzeug
- Montageplätze mit Kleinteilen und Bereitstellware
- Werkstattlager mit gemischtem Sortiment
So sparen Sie Stellfläche, weil Sie nicht zwei getrennte Regale brauchen. Die Schrägböden bringen FIFO und Überblick, die Fachböden nutzen das Volumen voll aus. Gerade an einem einzelnen Arbeitsplatz, an dem viele kleine und einige große Teile gebraucht werden, hält das Kombiregal alles griffbereit zusammen und spart unnötige Wege zwischen zwei Regalen.
Technik und Aufteilung
Das Kombiregal ist meist ein Steckregal. Sie wählen frei, wie viele Böden schräg und wie viele waagerecht sind.
- Schrägböden um 20 Grad geneigt, Fachlast bis 150 kg
- waagerechte Fachböden für normale Lagerware
- vordere Anschlagleiste an den Schrägböden sichert Behälter
- Böden ohne Werkzeug versetzbar in der Höhe
- als einseitige oder doppelseitige Ausführung
Durch die freie Aufteilung passen Sie das Regal genau an. Häufig kommen die Schrägböden in Greifhöhe und die geraden Böden oben oder unten für selten genutzte Ware. So nutzen Sie die ganze Höhe sinnvoll: die mittlere Zone für schnellen Zugriff, die Randzonen für Vorrat und größere Teile.
Ein Regal für zwei Aufgaben
Der eigentliche Sinn des Kombiregals liegt im Arbeitsplatz, an dem beides zusammenkommt. Ein Monteur braucht oft Kleinteile in Behältern, dazu aber auch größere Bauteile, Werkzeug oder Verpackung. Statt zwei getrennte Regale aufzustellen, deckt ein Kombiregal beides ab. Das spart Stellfläche und kurze Wege. Planen Sie die Schrägböden für die Teile, die im Takt der Arbeit ständig gegriffen werden. Die geraden Fachböden nehmen alles auf, was sperrig ist oder nicht nachrutschen soll, etwa Kartons, Kabeltrommeln oder Werkzeugkoffer. So entsteht ein kompakter Versorgungspunkt, der den ganzen Bedarf eines Platzes abdeckt. Passende Behälter sind die Sichtlagerkästen.
Material, Sicherheit und Pflege
Das Kombiregal besteht aus Stahl und ist meist verzinkt oder pulverbeschichtet. Das schützt gegen Rost und Stöße im Betrieb. Stellen Sie es auf einen ebenen, festen Boden und richten Sie es waagerecht aus, damit die Schrägböden gleichmäßig nachrutschen und die geraden Böden voll tragen. Lagern Sie schwere Ware unten und prüfen Sie, dass die Anschlagleisten an den Schrägböden fest sitzen. Sichern Sie hohe Regale gegen Kippen an der Wand. Halten Sie die geneigten Böden sauber, damit Behälter leicht gleiten. Überschreiten Sie nie die Fachlast je Boden, denn Schräg- und Fachböden können unterschiedliche Werte haben. Beide stehen auf dem Belastungsschild. Mit dieser einfachen Pflege bleibt das Regal sicher und der Materialfluss zuverlässig.
Kombiregal oder reines Schrägbodenregal?
Ein reines Schrägbodenregal hat nur geneigte Böden. Es ist ideal, wenn fast nur Behälter bereitgestellt werden. Es nutzt aber das Lagervolumen weniger gut, weil alle Böden geneigt sind.
Das Kombiregal mischt beide Bodenarten. Es lohnt sich, wenn an einem Platz Kleinteile und größere Lagerware zusammenkommen. Brauchen Sie nur Behälter-Bereitstellung, reicht das reine Schrägbodenregal. Lagern Sie überwiegend große oder schwere Teile, ist ein normales Steckregal mit waagerechten Böden besser.
Vorteile und Grenzen
Die Stärken liegen in der Flexibilität.
- zwei Bodenarten in einem Regal, spart Stellfläche
- Schrägböden mit FIFO bis 150 kg, gerade Böden für Volumen
- Aufteilung frei wählbar und später änderbar
- ohne Werkzeug aufgebaut und erweiterbar
Grenzen gibt es auch. Die Schrägböden kosten Volumen, und das Regal ist ein Kompromiss aus zwei Funktionen, keine reine Spezialform. Für sehr schwere Lasten sind Schwerlastregale besser. Ein fester, ebener Boden ist Pflicht. Gewerbliche Regale brauchen die jährliche Regalprüfung.